Dienstag, 31. Juli 2012

Blogger-Aktion: Die Besessene - Buchtrailer


Im September erscheint im dtv Verlag "Die Besessene" von S.B. Hayes. Wer bis solange nicht warten möchte, hat nun die Möglichkeit eines von 40 Vorabexemplare zu gewinnen.

Wer gern mehr über das Buch erfahren möchte, kann sich den Trailer ansehen und natürlich auch einen Blick auf die Inhaltsangabe werfen:



"Ich bin all das, was du nicht bist,
und werde Besitz von deinem Leben ergreifen."


Wer ist die geheimnisvolle Genevieve, die wie aus dem Nichts in Katys Leben tritt und alles an sich reißen will, was Katy etwas bedeutet? Die sich kleidet wie Katy, deren beste Freundinnen umgarnt und selbst vor Katys Freund Merlin nicht haltmacht? Schnell ist klar: Genevieve scheint besessen von dem Gedanken, Katys Leben zu zerstören. Doch während Genevieve offenbar bestens über Katy Bescheid weiß, hat diese nicht die leiseste Ahnung, mit wem sie es zu tun hat. Sie beginnt nachzuforschen und stößt auf eine Wahrheit, die ihr Leben schlagartig verändert ...

Donnerstag, 26. Juli 2012

Rezension: Eragon - Der Auftrag des Ältesten von Christopher Paolini


Eragon
- Der Auftrag des Ältesten
Christopher Paolini


Verlag: CBJ
Seiten: 783
Preis: 19,90 Euro
ISBN: 978-3-570-12804-6



"Sie werden unsere Geschichte in ihren Liedern und Gedichten verewigen. Sie werden 'Das Epos von Carvahall' singen, denn wir waren das einzige Dorf, das den Mut hatte, gegen das Imperium zu kämpfen."


Dunkelheit bricht herein… Schwerter klirren aufeinander… Das Böse regiert.

Der erste Teil von Angelas Prophezeiung ist eingetreten. Sie hatte geweissagt, dass die gewaltigen Mächte des Landes darum ringen würden, den Willen und das Schicksal des jungen Drachenreiters Eragon zu beherrschen. Wie auch immer dieser Machtkampf ausgehen sollte – er würde blutig werden.

Und tatsächlich: In der Schlacht gegen König Galbatorix und seine Urgal-Armee schlägt sich Eragon zwar erfolgreich auf die Seite der Varden, Elfen und Zwerge. Doch die Auseinandersetzung um Farthen Dûr kostet Unzähligen das Leben – nicht zuletzt den Vardenkönig Ajihad, der Eragon in seiner letzten Stunde den Auftrag erteilt, über sein Volk zu wachen, um es vor drohender Anarchie zu bewahren. Nur so könnten sich die Verbündeten im Kampf um das Imperium Galbatorix entgegenstellen. Eine Bürde, die schwer auf Eragons Schultern lastet…




"Das Vermächtnis der Drachenreiter", den ersten Teil der Saga um den jungen Drachenreiter Eragon, habe ich mit Begeisterung in wenigen Tagen durchgelesen und so war es natürlich logisch, dass die Fortsetzung "Der Auftrag des Ältesten" schnell folgen würde. Mit großer Erleichterung und Freude habe ich dann schnell festgestellt, dass der zweite Band seinem Vorgänger in nichts nachsteht und ihn sogar in vielen Aspekten mit Leichtigkeit in den Schatten stellt. Der Leser begleitet Eragon auf seiner nächsten Etappe zum Drachenreiter, die ihn erstmal zu den Elfen führt. Die Ausbildung des jungen Helden nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, allerdings ist sie durchweg spannend zu lesen. Zusätzlich punkten kann die Idee von Christopher Paolini einen zweiten Erzähler einzuführen. So erlebt der Leser in "Der Auftrag des Ältesten" zum ersten Mal aus der Sicht von Roran, dem Cousin von Eragon, was sich in Carvahall abspielt und wie die Bewohner des kleinen Dorfes ihren eigenen Kampf gegen das Imperium führen müssen.



"Der Auftrag des Ältesten" setzt zeitlich nach dem Ende vom ersten Teil der Eragon-Saga an und erzählt von den Geschehnissen nach dem Kampf in Farthen Dûr. Anstatt einer langatmigen Einleitung bietet Christopher Paolini sofort viel Action, Spannung und einige unerwartete Wendungen, die die Handlung langfristig beeinflussen. Obwohl die Intrigen und politischen Ereignisse im Zentrum der Rebellen durchaus spannend zu lesen sind, habe ich mich doch gefreut, als sich Eragon endlich auf seine nächste Reise begeben hat. Seine Erlebnisse auf dem Weg zu den Elfen sind spannend zu lesen und es hat mich gefreut, dass man als Leser einen besseren Einblick in die Welt der Zwerge bekommt, die bisher eher im Hintergrund standen. Dann war es auch endlich so weit und Eragon erreicht endlich Du Weldenvarden und der Leser lernt die Welt der Elfen kennen, worauf ich schon seit dem ersten Teil gewartet habe.

Man merkt, dass Christopher Paolini viel Mühe und Liebe in die vielfältige Welt der Elfen gesteckt hat. Ich habe es genossen die fremdartige Welt zusammen mit Eragon zu erkunden und dabei mehr über das faszinierende und anmutige Volk zu erfahren. In Du Weldenvarden treffen Eragon und Saphira auch auf ihren Lehrer und hier hat Christopher Paolini erneut die Überraschung auf seiner Seite, denn zumindestens ich hätte damit nicht gerechnet. Dem kennenlernen folgen viele Stunden, in denen Eragon und Saphira mehr über ihr Erbe und ihre Aufgabe lernen. Erneut fällt auf, dass der Autor viel Liebe ins Detail steckt, sodass es wirklich Spaß macht "Der Auftrag des Ältesten" zu lesen.

Was mich jedoch noch viel mehr begeistern konnte waren die Kapitel aus der Sicht von Roran! Schon im ersten Teil ist mir der Cousin von Eragon sehr positiv aufgefallen und es hat mich gefreut, dass mein Wunsch er möge mehr im Mittelpunkt stehen direkt erfüllt wurde. Seit Eragons Flucht aus Carvahall ist einiges gesehen und in "Der Auftrag des Ältesten" ist es an Roran sein Schicksal zu akzeptieren und entweder gegen die Herrschaft von Galbatorix zu kämpfen oder mit anzusehen wie er alles verliert was ihm am Herz liegt. Es ist sehr spannend zu erleben wie aus Roran 'Hammerfaust' wird und wie er sich immer mehr zum Anführer entwickelt. Während sich Carvahall gegen Galbatorix auflehnt hat man natürlich auch die Chance die Dorfbewohner besser kennenzulernen, wodurch man sich noch besser in die Geschichte hineinversetzen kann. Mich konnten die Kapitel aus der Sicht von Roran so begeistern, dass es mich nicht gestört hätte, wenn seiner Geschichte direkt die Hälfte des Buchs zugekommen wäre.

SPOILER - Nur lesen wer das Ende von Teil 2 schon kennt!
Das Ende von "Der Auftrag des Ältesten" hält einige Überraschungen für den Leser bereit und nun lässt sich darüber streiten, ob die nun so positiv sind oder nicht. Zum einen kehrt Murtagh zurück, worüber ich wirklich froh war, da er im 1. Teil der Reihe zu meinem absoluten Liebling geworden ist. Doch einiges hat sich geändert seit man ihm das letzte Mal gesehen hat. Murtagh ist ebenfalls ein Drachenreiter und durch einen magischen Eid dazu gezwungen Galbatorix zu dienen. Dies ist schon mal der erste große Schock, schließlich merkte man in "Das Vermächtnis der Drachenreiter" bereits wie groß Murtaghs Hass auf Galbatorix ist.

Doch als wäre das nicht genug, lässt Christopher Paolini direkt die nächste große Bombe platzen: Eragon ist der Bruder von Murtagh und somit der Sohn vom Morzan, der einst alle Drachenreiter verraten hat und dadurch ihren Untergang besiegelt hat. Christopher Paolini weiß was man für ein atemberaubendes Ende benötigt und lässt den Leser atemlos zurück. Die neuen Erkenntnisse liefern viele Möglichkeiten für den dritten Band und ich bin sehr gespannt was Paolini daraus machen wird. Das Murtagh nun gezwungen ist seinem größten Feind zu dienen schmerzt mich natürlich besonders und ich hoffe sehr, dass es für ihn doch noch ein glückliches Ende geben wird. Ebenso gespannt bin ich aber darauf wie sich Eragon verhalten und vielleicht auch verändern wird, nun da er weiß wer sein Vater ist.
SPOILER ENDE



Eragon, der Titelheld, steht erneut im Mittelpunkt der Geschichte und überzeugt wieder einmal durch seine sympathische und liebenswerte Art. Christopher Paolini nimmt sich diesmal viel Zeit auf Eragon einzugehen, sodass dieser an viel Tiefe gewinnt. Durch die Verletzung, die er im Kampf gegen Durza davongetragen hat, findet sich Eragon in einer vollkommen neuen Situation wieder: der strahlende Held, den alle bewundern, hat eine Narbe davongetragen, die nicht nur seinem Körper sondern auch seiner Seele einiges abverlangt. Durch diese neue Schwäche wirkt Eragon wesentlich menschlicher und vielschichtiger, was mir im ersten Teil noch gefehlt hat. Allgemein macht Eragon in "Der Auftrag des Ältesten" einige Veränderungen durch und diese stetige Weiterentwicklung gefällt mir außerordentlich gut.

Saphira hingegen konnte mich diesmal nicht ganz so überzeugen. Eigentlich fand ich die junge Drachendame sehr liebenswert und unterhaltsam, wobei sie vor allem mit ihrem feinen Humor immer wieder überzeugen konnte. Im zweiten Teil der Reihe wendet sich das Blatt jedoch und während der Zeit in Du Weldenvarden ist sie eine echte Belastung für die Nerven. Obwohl ihr Handeln nachvollziehbar war, hab ich mir doch gewünscht, dass sie sich endlich wieder wie die alte Saphira benehmen würde. Wesentlich begeisterter war ich von ihrem und Eragons Reisegefährten: Orik! Der Zwerg konnte mich bereits in "Das Vermächtnis der Drachenreiter" für sich gewinnen und daran hat sich auch in der Fortsetzung nichts geändert. Er überzeugt durch seine sehr eigene, aber gleichzeitig unglaublich liebenswerte Art, die es einem unmöglich macht, ihn nicht zu mögen.

Oromis und Glaedr treten in "Der Auftrag des Ältesten" zum ersten Mal auf und nehmen dabei sehr wichtige Rollen ein. Die beiden unzertrennlichen Weggefährten konnten mich begeistern, nicht zuletzt weil ihr Auftauchen sehr überraschend kam. Oromis nimmt ein wenig den Platz ein, der mit dem Tod von Brom frei geworden ist. Obwohl sich sicherlich einige Parallelen zwischen den beiden Mentoren finden lässt, war er für mich doch kein Ersatz für den großartigen Brom. Nichtsdestotrotz mochte ich Oromis und Glaedr sehr gern und würde mich freuen ihnen noch öfter zu begegnen. Nasuada, der Tochter von Ajihad kommt diesmal eine wesentlich größere Rolle. Jedoch bin ich sehr uneinig was das neue Oberhaupt der Varden angeht. Ich kann noch nicht wirklich sagen, ob ich sie nun mögen soll, da es viele Momente gab in denen sie mir gar nicht gefallen hat. Daher bin ich gespannt was die Fortsetzung hinsichtlich Nasuada zu bieten hat.

Ebenfalls neu dazu kommt Königin Islanzadí, das Oberhaupt der Elfen. Leider kam sie bisher noch etwas zu kurz, sodass man noch nicht viel über sie erfahren konnte. Ich würde mich freuen, wenn sie in der Fortsetzung mehr Aufmerksamkeit geschenkt bekommen würde, da sich sie bisher sehr vielversprechend fand und es bestimmt interessant wäre mehr über sie zu erfahren. Arya darf natürlich ebenfalls nicht fehlen und langsam aber sicher offenbart Christopher Paolini immer mehr über die geheimnisvolle Elfe. Man kann sich besser in sie hineinversetzen, aber trotzdem ist sie mir bisher noch ein wenig fremd und es fällt schwer eine richtige Verbindung zu ihr aufzubauen. Trotzdem gefällt es mir wirklich gut, dass sie keinesfalls die typische Prinzessin ist, die immer von dem tapferem Ritter gerettet werden muss, sondern für sich selber steht und dazu im Stande ist für das zu kämpfen an das sie glaubt.

Kommen wir nun jedoch zu meinem Liebling aus "Der Auftrag des Ältesten": Roran Hammerfaust! Ich hab mich unglaublich gefreut, dass mein Wunsch Roran möge in der Fortsetzung mehr Aufmerksamkeit zukommen, direkt in Erfüllung ging. Christopher Paolini widmet Roran einen ganzen Handlungsstrang, der die Geschichte von Eragon fast schon in den Schatten stellt und erzählt wie aus Roran der gefürchtete Hammerfaust wird. Meiner Meinung nach macht der Cousin von Eragon dadurch aber in "Der Auftrag des Ältesten" auch die größte Entwicklung durch. Er zeigt welch starke Persönlichkeit er ist, der sogar bereit ist sich gegen den gefürchteten Galbatorix aufzulehnen. Statt zu zögern oder sich zu ergeben stellt er sich seinen Ängsten und wird zu einem wahren Anführer. Ich hab jedes einzelne Kapitel von Roran mit Freude gelesen und hoffe sehr, dass man auch in der Fortsetzung Kapitel aus seiner Sicht lesen darf, da ich gerne aus erster Hand sehen möchte wie es mit Roran Hammerfaust weitergeht.

Die Dorfbewohner von Carvahall kommen durch die Handlung rund um Roran in "Der Auftrag des Ältesten" natürlich auch nicht zu kurz. Besonders gefreut hat es mich, dass es ein Wiedersehen mit dem sympathischen Horst gibt. Der Schmied aus Carvahall konnte mich schon in "Das Vermächtnis der Drachenreiter" begeistern, wobei ich selber nicht sagen kann warum genau. Er ist einfach ein Charakter, den man ins Herz schließt. Doch auch seine Söhne Baldor und Albriech, die alle drei immer hinter Roran standen, gehörten zu meinen Lieblingen der Geschichte. Ich hoffe, dass man ihnen noch öfter begegnen wird und bin gespannt wie es ihnen nach der Flucht aus ihrer Heimat ergehen wird. In "Der Auftrag des Ältesten" gibt es zudem ein Wiedersehen mit einem anderen alten Bekannten: Jeod. Im Leben des Händlers aus Teirm ist einiges gesehen, seit man ihn das letzte Mal begegnet ist und seine Entwicklung im zweiten Band konnte mich wirklich begeistern. Er ist ein interessanter Charakter, dem Christopher Paolini gerne mehr Aufmerksamkeit schenken kann.



Der zweite Teil der Reihe um den jungen Drachenreiter Eragon und seinem Schicksal kann von der ersten Seite an fesseln und schafft es mit einer verblüffenden Leichtigkeit seinen Vorgänger in den Schatten zu stellen. Während im ersten Teil noch die Flucht von Eragon im Mittelpunkt stand, konzentriert sich "Der Auftrag des Ältesten" auf die Ausbildung des Drachenreiters, sowie auf den neuen Handlungsstrang von Roran, dem Cousin vom Eragon, der in Carvahall seinen eigenen Kampf führen muss. Dadurch gewinnt das Buch an sehr viel Spannung, sodass die fast 800 Seiten regelrecht im Flug vergehen. Christopher Paolini nimmt sich nun mehr Zeit seine Charaktere auszuarbeiten und ihnen mehr Tiefe zu verleihen, sodass man sie nicht nur besser kennenlernt, sondern sich auch wesentlich leichter in sie hineinversetzen kann. Auch der Kampf gegen Galbatorix spitzt sich weiter zu und wird durch einige überraschende Wendungen der Geschichte in eine ganz neue Richtung gelenkt. "Der Auftrag des Ältesten" ist eine vollkommen gelungene Fortsetzung! Man merkt jedoch, dass in der Reihe noch mehr Potential steckt und ich zweifle nicht daran, dass Christopher Paolini das im dritten Teil weiter ausschöpfen wird. Ich freue mich auf die Fortsetzung und kann jedem Fantasy-Fan "Der Auftrag des Ältesten" ans Herz legen.

Eragon schloss die Augen. Tränen quollen unter den Lidern hervor.
Sie hatten zwar gewonnen, er selbst aber hatte verloren.


FAZIT
"Der Auftrag des Ältesten" hält den Leser mit einer großartigen Handlung und überraschenden Wendungen in Atem. Eine absolut gelungene Fortsetzung, die neugierig auf den 3. Teil macht.

NOTE
8 / 9 Punkten

Montag, 23. Juli 2012

Blogger-Aktion: Ich schüttele mein Bett aus...


Bald erscheint Gabriella Engelmanns neues Buch "Goldmarie auf Wolke 7 – Eine himmlische Liebesgeschichte" und passend dazu hat sich der Arena Verlag eine ganz besonderes Aktion für alle Blogger ausgedacht. Mich reizen die Bücher von Gabriella Engelmann, in denen sie bekannte Märchen neu erzählt, schon lang und nun habe ich mit eurer Hilfe die Möglichkeit ein Rezensionsexemplar von ihrem neuen Roman zu erhalten. Dafür ist diesmal Kreativität gefordert:
Passend zur Urlaubszeit möchten wir mit dir „Ich packe meinen Koffer“ spielen. Jedoch anstelle Sonnenbrille, Flipflops und Badetuch einzupacken, sollst du dein Bett lüften. Vervollständige folgenden Satz: „Ich schüttele mein Bett aus und heraus fällt...“

Wenn Frau Holle ihr Bett ausschüttelt, fällt Schnee auf die Erde. Und was fällt bei dir heraus und warum? Das kann alles Mögliche sein, du kannst deiner Kreativität freien Lauf lassen!

Beispiel
Mein Satz
Ich schüttele mein Bett aus und heraus fällt Küss den Wolf, weil ich mich selbst im Schlaf nicht von meinem Lieblingsbuch trennen kann.

1. Kommentar:
Ich schüttele mein Bett aus und heraus fallen Küss den Wolf und die Socken, die ich schon seit Jahren suche.

2. Kommentar:
Ich schüttele mein Bett aus und heraus fallen Küss den Wolf, meine verlorenen Socken und Schokoladenkekse, weil ich davon nie genug kriegen kann.

Und da ich ohne eure Hilfe nicht weit komme, sollt ihr natürlich auch nicht leer ausgehen, deshalb verlose ich unter allen Teilnehmern, die helfen meine Satzreihe zu verlängern eine Autogrammkarte von Gabriella Engelmann!
Die Aktion geht bis zum 25. Juli.


Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir bei der Aktion helfen würdet. Ihr dürft dabei selbstverständlich auch mehrere Kommentare hinterlassen.


Mein Satzanfang
Ich schüttele mein Bett aus und heraus fallen…
mein Buch, das ich momentan lese und mein iPod, weil ich ohne Musik nicht einschlafen kann.

Montag, 16. Juli 2012

Rezension: Ein Jahr in London - Reise in den Alltag von Anna Regeniter


Ein Jahr in London
- Reise in den Alltag
Anna Regeniter


Verlag: Herder
Seiten: 192
Preis: 12,95 Euro
ISBN: 978-3-451-05741-0



Seit ich vierzehn Jahre alt war, träumte ich davon, eines Tages in der Hauptstadt 'Cool Britannias' leben zu dürfen, und jetzt bin ich endlich angekommen.


Cool Britannia! Anna Regeniter hat es einfach getan: Sie ist in die schillerndste, aufregendste und kreativste Stadt Europas gezogen – dorthin wo die Musik spielt. Wie ist der Alltag? Wie findet man einen Job? Wo verabredet man sich zu einem Date? Was bestellt man wann in einem Pub – und wie?

In diesem Buch erzählt sie mit – englischem! – Humor vom verrückten Wohnungsmarkt, von ihrem komischen Alltag als Deutschlehrerin, vom traditionellen englischen Weihnachtsessen, vom Shoppen und von den unzähligen Einwanderern. Und natürlich davon, wie es ist, seinen Lieblingssänger in einer Bar um die Ecke zu treffen. Amazing!




London. Diese Stadt hat es mir schon angetan seit ich denken kann. Wenn man meine Eltern fragen würde, könnten sie bestätigen, dass ich seit meiner frühen Jugend davon rede irgendwann mal nach London auszuwandern. So hat es mich direkt zu "Ein Jahr in London" gezogen, als ich gelesen habe warum es ging und einen kurzen Blick in das Buch geworfen hab. Reiseberichte fallen, wie ich finde, viel zu oft unglaublich trocken, langweilig und zu sachlich aus. Anna Regeniter hingegen erzählt voller Charme und Witz von ihren Erfahrungen, die sie in der Hauptstadt Englands gemacht hat. Das Buch lässt sich unglaublich gut lesen und ist leider viel zu schnell zu Ende. Wäre es nach mir gegangen hätte das Buch gerne doppelt so dick ausfallen können und ich wäre immer noch gefesselt gewesen. Für jeden der England mag und sich ebenfalls in London verliebt hat, ist dieses Buch also ein Must-Have!



"Ein Jahr in London" ist in 12 Kapiteln unterteilt, passend zu der Anzahl der Monate in einem Jahr. Beginnend im August endet die Geschichte somit im Juli. Die Grundidee jedem Monat ein Kapitel zu geben finde ich soweit wirklich gut, da die Geschichte schließlich – wie der Titel schon sagt – nur ein Jahr behandelt. Ein absoluter Pluspunkt ist die Tatsache, dass jedes einzelne Kapitel nur so dahin fliegt und man viel zu schnell am Ende ist. Wäre es nach mir gegangen hätten die einzelnen Monate gerne mehr Seiten bekommen können und das Buch im Allgemeinen dicker ausfüllen dürfen. Wenn man sich anschaut, dass "Ein Jahr in London" nur 192 Seiten hat, wird schnell klar, dass der Inhalt da natürlich ein wenig drunter leidet. Das soll nun keinesfalls ein Kritikpunkt an der Geschichte von Anna Regeniter sein. Ich fand es nur schade, dass man nicht noch mehr über ihr Leben in London erfahren konnte. Wenn man in ein fremdes Land auswandert dürfte sich schließlich viel mehr Stoff bieten.

Anna Regeniter schafft es den Leser mit ihrem wunderbaren Schreibstil an das Buch zu fesseln und hat in mir direkt die Sehnsucht nach London geweckt. Am liebsten hätte ich sofort meine Koffer gepackt, um mich auf den Weg in meine Lieblingsstadt zu machen. Selbstverständlich bietet nicht nur das Abenteuer Auswandern an sich viel Gesprächsstoff, sondern auch das neue Land mitsamt seinen Bewohnern und Traditionen. Und man merkt schon nach wenigen Seiten, dass England davon besonders viel zu bieten hat. Positiv aufgefallen ist mir, dass die Autorin das Land und die Leute sehr realistisch darstellt. Ich war selbst schon mehrere Male in England und habe die Briten größtenteils so kennengelernt wie Anna Regeniter sie beschreibt. Das Völkchen von der Insel hat seine Eigenarten und ist schon etwas ganz besonderes und das merkt man ihrem Bericht an. Doch sie schafft es auch die einzigartige Mentalität einzufangen, die es einem einfach unmöglich macht die Engländer nicht zu mögen.

Logischerweise ist – besonders zum Anfang der Geschichte – die Eingewöhnungsphase ein großes Thema der Geschichte. So ist man hautnah dabei, wenn Anna ihre erste Wohnung sucht oder zum ersten Mal in England einkaufen geht. Man merkt schnell, dass es viele Unterschiede zu Deutschland gibt und es ist interessant einen Blick in diese fremde Welt zu werfen. Auch ihre Jobsuche und die täglichen Abenteuer während der Arbeit bleiben dem Leser nicht vorenthalten und sogar immer wieder für lustige Momente, die die Geschichte auflockern und dem Buch einen ganz besonderen Charme geben. Trotz allem redet die Autorin in ihrem Buch nichts schön, sondern berichtet realitätsnah von ihren Erlebnissen. Schließlich gehören Pannen und Niederlagen ebenso zum Auswandern wie die schönen Momente, wovon es natürlich auch mehr als genug gibt.

Neues Land, neue Sitten. So sagt man gern und auch in "Ein Jahr in London" bekommt man davon viel zu spüren. Anna Regeniter nimmt sich Zeit immer Mal wieder auf die Eigenartigen, Traditionen und Sitten in England einzugehen, sodass man durchaus etwas aus der Geschichte mitnehmen kann. Sei es nun die einzigartige Beziehung der Engländer zu ihren Pubs und dem Fußball, Feiertagen wie Weihnachten oder Valentinstag oder die Einstellung der Engländer bei der Arbeit und in der Freizeit. Erstaunlicherweise erfährt man unglaublich viel, obwohl das Buch nicht wirklich dick ist. Die Autorin nimmt sich Zeit auf alle möglichen Aspekte einzugehen, was das Buch wirklich lesenswert macht.



Gott sei Dank finde ich später heraus, dass wir nicht das einzige Volk sind, mit dem die Briten verfeindet sind: Die Franzosen belegen nur knapp den zweiten Platz, und wenn sie mal Pech haben und ein Fußballspiel gegen England gewinnen, dann geht es ihnen genauso wie uns. Was Fußball betrifft, verstehen die Engländer keinen Spaß.




In "Ein Jahr in London" berichtet Anna Regeniter aus der Ich-Perspektive von ihren Erlebnissen in London. Dabei zögert sie nicht von all den Fettnäpfchen zu berichten, die ihr in dem fremden Land zugestoßen sind. Der Leser ist somit gewarnt und weiß Bescheid, dass man ganz genau aufpassen sollte was man im Pub bestellt. Denn 'a pint of Baileys' zu bestellen kann doch sehr schnell nach hinten losgehen. Im ganzen Buch kommt es immer wieder zu sehr lustigen Szenen, seien es nun die Pannen in der ersten eigenen Wohnung in London oder die Schwierigkeiten im englischen Straßenverkehrt. Selbst der vermeidlich harmlose Gang zum Supermarkt kann die ein oder andere Überraschung parat halten, denn in der angesagten Gegend Primrose Hill kann man schnell mal dem ein oder anderen Promi über den Weg laufen und sogar Jude Law selbst gegenüberstehen. So wird 'Celeb Spotting' schnell zum Wettbewerb zwischen Anna und ihrer Nachbarin.

Als Leserin schließt man die sympathische Erzählerin sehr schnell ins Herz. Ihre ganze Einstellung und liebenswerte Art macht "Ein Jahr in London" zu einem Lesespaß. Mir hat es gut gefallen, dass sie nichts beschönigt oder weglässt, sondern wirklich hautnah von ihrem Abenteuer berichtet. Gleichzeitig lernt man natürlich auch viel über London selbst kennen. Wenn man selber schon einmal in London war ist es besonders schön ihre Erlebnisse zu verfolgen, da man so die Orte schon mit eigenen Augen gesehen hat und nun alles aus einem anderen Blickwinkel erleben kann. Gleichzeitig findet man auch Anregungen, wo man bei seinem nächsten London Besuch mal vorbeischauen könnte, da sich fiele Highlights während eines Urlaubs gar nicht entdecken und erkunden lassen.

Anna Regeniter hat in ihrem ersten Jahr in London viele verschiedene Menschen kennengelernt, die alle auf ihre Weise wohl ziemlich einzigartig sind und dem Buch viel Witz und weiteren Charme verleihen. Besonders angetan hat es mir Jake, der Barkeeper den Anna bei ihrem ersten Besuch im Pub kennenlernt. Er entspricht genau dem Bild, das man von jungen, britischen Männern hat und hat mich direkt an einen Mann aus London erinnert, den ich mal kennengelernt habe. Es gibt sicherlich unterschiedliche Meinungen darüber, ob britische Männer nun Top oder Flop sind, aber mir haben sie es schon immer angetan. Ich mag den Humor und die ganze Art der Engländer, sodass ich Jake auch direkt mochte und mich gefreut hätte, wenn man er noch öfter vorgekommen wäre.

Doch auch die anderen Personen, die sich in "Ein Jahr in London" die Ehre geben müssen sich nicht verstecken. Die anderen Bewohner des kleinen Hauses in dem Anna lebt hatten alle etwas eigenes und waren auf ihre Art so liebenswert und sympathisch, dass man sie einfach ins Herz schließen musste. Elli fand ich sehr sympathisch und sie und Anna haben sich wirklich gut ergänzt. Doch auch die vielen Briten, die nur kurz erwähnt werden haben das Buch unterhaltsam gemacht. Sei es nun der pakistanische Kioskbesitzer, der Anna auch nach mehreren Wochen direkt wieder erkennt oder Mr Iqbal, der launische Besitzer eines indischen Restaurants, der es besonders ernst nimmt wenn man nicht regelmäßig in seinen Laden kommt oder in fremden Restaurants essen geht. Anna Regeniter ist es gelungen die Vielfältigkeit der Bewohner von London in ihrem Buch einzufangen, was mich wirklich begeistert hat. England und seine Bewohner sind ohne Zweifel einzigartig!



Anna Regeniter schafft es mit viel Humor von ihrem ersten Jahr in England zu berichten, was auch eindeutig den Reiz von dem Buch ausmacht. Immer wieder musste ich über die Eigenarten der Engländer schmunzeln und die Pannen von Anna in ihrem neuen Land, mit der ganz anderen Kultur, haben mich regelmäßig zum lachen gebracht. Gleichzeitig schafft es die Autorin aber auch ihre Liebe zu dem Land und den Leuten perfekt rüberzubringen. Man merkt, dass sie es nicht bereut hat auszuwandern und dass sie England und London auf ihre Art liebt, wodurch man selber gar nicht anders kann als ähnlich zu empfinden. Obwohl "Ein Jahr in London" sehr humorvoll geschrieben ist, ist es doch auch informativ. Angenehm für den Lesegenuss ist, dass Anna Regeniter einen nicht mit Fakten erschlägt, sondern einfach immer wieder einiges gut in die Geschichte mit einbringt. Wer knallharte Fakten über London und seine Geschichte sucht ist mit dem Buch sicherlich falsch beraten, aber wer einen Einblick in das Leben eines Auswanderers bekommen möchte der sollte sich "Ein Jahr in London" nicht entgehen lassen!

Jake hat wie so viele seiner Landsleute die Angewohnheit, um der Emphase willen in jeden Satz mindestens ein fucking einzubauen. Er scheint zu glauben, so seinen Aussagen mehr Gewicht zu verleihen.
"That's fucking great!", ruft er, wenn Arsenal London endlich ein Tor schießt. "I can't fucking believe it!", wenn der Gegner es tut.
"Kannst du nicht mal aufhören, ständig zu fluchen, es hängt mir allmählich zum Hals raus", beschwere ich mich dieses Mal.
"I never fucking do", sagt er und schaut mich verwirrt an.


FAZIT
God Save the Queen! "Ein Jahr in London" ist unterhaltsam, humorvoll und mitreißend. Ein Muss für jeden, der von der großartigen, britischen Stadt nicht genug bekommen kann.

NOTE
7,5 / 9 Punkten

Donnerstag, 12. Juli 2012

Rezension: Die Tochter von Avalon von Meg Cabot


Die Tochter von Avalon
Meg Cabot


Verlag: blanvalet
Seiten: 317
Preis: 7,95 Euro
ISBN: 978-3-442-24454-6



Ja. Es schien wirklich alles besser zu laufen.
Das dachte ich ganz ernsthaft.
Damals.



Avalon High ist auf den ersten Blick eine ganz normale High-School mit ganz gewöhnlichen Schülern: wie zum Beispiel Lance, der durchtrainierte Athlet, oder Jennifer, die wunderschöne Cheerleaderin, und natürlich Will, der charismatische Jahrgangssprecher und toll aussehende Quarterback des Footballteams. Doch tatsächlich ist keiner von ihnen das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen – und das gilt, wie Ellie, die Neue an der Schule, bald herausfinden muss, ebenso für sie selbst. Doch welche Rolle wird sie in dem Drama spielen, das unabwendbar über die vier Freunde hereinbricht? Und was, wenn die unheimliche Prophezeiung, die über ihnen allen schwebt, tatsächlich zutrifft und sie dazu bestimmt sind, die sagenhafte Tafelrunde von König Artus zu neuem Leben zu erwecken? Mit Ellie als Tochter von Avalon…




Seit ich zum ersten Mal gehört habe worum es in "Die Tochter von Avalon" geht wusste ich, dass ich das Buch unbedingt lesen musste. Ich war schon immer von der Saga rund um König Artus und der Tafelrunde fasziniert gewesen, nicht zuletzt weil ich – wie Ellie, die Heldin des Romans – damit aufgewachsen bin und meinen Namen ebenfalls einer Figur aus der Artus-Saga verdanke. Meg Cabot hat es sich zur Aufgabe gemacht die Geschichte um den berühmten britischen König und Helden neu umzusetzen und hat die Geschichte so kurzerhand in die Gegenwart nach Amerika verlegt. Der Grundgedanke hinter "Die Tochter von Avalon" ist wirklich vielversprechend und bietet unglaublich viele Möglichkeiten daraus eine großartige Geschichte zu machen. Besonders zum Ende hin merkt man, dass viel Potential in der Idee von Meg Cabot steckt. Leider lässt es sich aber nicht von der Hand weisen, dass die Umsetzung scheitert und die Geschichte, ebenso wie die vielversprechenden Charaktere, einfach zu farblos bleiben.



"Die Tochter von Avalon" wird aus der Sicht von Ellie erzählt. Die Geschichte ist in viele, kurze Kapitel unterteilt, die es durchaus schaffen den Leser zu fesseln, da man nur noch schnell ein oder zwei Kapitel lesen möchte und am Ende doch wieder mehr gelesen hat, als geplant. Das Buch beginnt damit, dass Ellie umziehen muss, weil ihre Eltern Professoren sind und ihr Forschungsjahr an einem anderen Ort in Amerika verbringen wollen. So bietet sich das in Jugendromanen anscheinend sehr beliebte Szenario, dass sich die Heldin der Geschichte an einer neuen High-School wiederfindet und sich dort zu Recht finden muss. In dem Fall ist es die Avalon High und ich muss leider sagen, dass die Eingewöhnungsphase von Ellie zunächst doch sehr unglaubwürdig wirkt, da alles einfach viel zu schnell.

Auch die Beziehung zu Will kann nicht überzeugen, da es viel zu weit hergeholt scheint und einfach nicht glaubwürdig ist. Als Erklärung bringt die Autorin immer wieder das Thema der Wiedergeburt auf und dass sich die beiden so vertraut sind, weil sie sich anscheinend bereits aus einem anderen Leben kennen. Da habe ich im Grunde auch nichts gegen, wenn man wenigstens diese gewisse Vertrautheit zwischen Ellie und Will merken würde, aber das ist leider nicht der Fall.

Die Idee hinter "Die Tochter von Avalon" ist wirklich großartig. Die Parallelen zur Saga rund um König Artus und seine Ritter der Tafelrunde ist mal eine neue Idee und auch gut von Meg Cabot durchdacht. Allerdings gibt es auch hier leider wieder einen Kritikpunkt. Die Idee hat zwar unglaublich viel Potential, allerdings wird einfach zu wenig darauf eingegangen und ich hätte mir gewünscht, dass sich die Autorin mehr Zeit für die Umsetzung nimmt und ausführlicher auf alles eingeht. So dient der Grundgedanke jedoch einzig und allein als ständige Erklärung, auf die immer wieder hingewiesen wird, ohne sie genauer zu erläutern.

Zudem lässt sich nicht leugnen, dass "Die Tochter von Avalon" größtenteils sehr vorhersehbar ist. Alleine die Parallelen zur König Artus Saga hat man nach Ellies erstem Tag auf der Avalon High alle gezogen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass es zum Ende hin noch mal einige überraschende Wendungen gab und besonders das Ende an sich konnte mich wirklich begeistern. Trotzdem komme ich nicht umher zu sagen, dass der Geschichte 100-150 Seiten mehr gut getan hätten. Die Handlung bleibt sehr oberflächlich, auf den Grundgedanken wird kaum eingegangen und auch den Charakteren fehlt es größtenteils an Tiefe. All diese Probleme hätte man sicherlich leicht lösen können, wenn man die Geschichte nicht so knapp gehalten hätte.



Ellie steht im Mittelpunkt der Geschichte und ist ein ruhiges, unscheinbares Mädchen. Man kann sie als eher schüchtern beschreiben und sie hat mit den typischen Problemen eines Teenagers zu kämpfen. Alles in einem ist sie ein Charakter, mit dem sich sicherlich viele junge Mädchen leicht identifizieren können. Während der Geschichte wird sie zwar selbstbewusst, aber ein gewisser Selbstzweifel bleibt ihr bis zum Rest erhalten. Obwohl ich nicht wirklich viel an ihr auszusetzen habe, hat es mich gestört, dass ich einfach keine wirkliche Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Es hat ihr an Ecken und Kanten gefehlt und irgendwie blieb sie während der Geschichte einfach zu farblos.

Will scheint auf den ersten Blick der typische High School Held zu sein, er ist Schulsprecher und Quarterback der Footballmannschaft und bei allen beliebt. Da hat sich Meg Cabot wirklich Mühe gegebene viele Klischees in einer Person zu vereinbaren. Doch überraschenderweise schafft es gerade Will den Leser von sich zu überzeugen. Er ist viel tiefsinniger und nachdenklicher, als man es auf den ersten Blick vermuten würde. Für sein Alter ist er sehr erwachsen und hat eine schweigsame und trotzdem charmante Art. An manchen Stellen wirkt Will zwar zu perfekt, aber das ändert nichts daran, dass er ein liebenswerter Charakter ist. Ganz anders verhält es sich da mit Marco, dem Stiefbruder von Will. Er ist der typische Bösewicht und seine Beweggründe wirken vom ersten Moment an auf keiner Weise überzeugend. Hier hat die Autorin eindeutig den leichtesten Weg gewählt, denn aus seiner sarkastischen und zynischen Art hätte man viel mehr machen können.

Erstaunt hat mich die Darstellung von Jen, die so gar nicht dem Klischee entsprach. Sie ist ein unglaublich liebenswerter Charakter, dessen inneren Konflikt man als Leser sehr gut nachvollziehen kann. Leider fehlt ihr jedoch die Tiefe, sodass es schwer fällt eine richtige Verbindung zu ihr aufzubauen. Das ist allgemein das Problem der meisten Charaktere in "Die Tochter von Avalon". So zeigt sich auch an Lance und Mr. Morton, dass die Nebencharaktere farblos zurück bleiben und man als Leser die Tiefe und Eigenarten an ihnen vermisst, denn man merkt von Anfang an, dass durchaus viel Potential in allen von ihnen steckt. Es wäre schön gewesen, wenn sich Meg Cabot noch mehr mit den Helden (und Schurken) ihrer Geschichte beschäftigt hätte.



Wenn man das Cover betrachtet muss man wieder einmal sagen, dass die Grundidee gut ist, aber die Umsetzung leider gescheitert ist. Das Landschaftsbild im Hintergrund mit dem vom Nebel umhüllten See passt wunderbar zur Handlung und auch gegen das Avalon Logo, unter dem Schriftzug der Autorin habe ich nichts einzuwenden. Was jedoch die Frau im Vordergrund zu suchen hat, ist mir ein Rätsel. Sie passt weder zu der Umschreibung von Ellie oder Jennifer, noch passt sie sonst irgendwie auf das Cover drauf. Hier hätte ich mir eindeutig mehr Kreativität vom Verlag gewünscht.

Sehr gelungen fand ich jedoch wie die Ballade der Lady von Shalott von Alfred Lord Tennyson in die Geschichte eingebracht wurde. Am Anfang jedes Kapitels findet man einen Auszug daraus, was wunderbar zu der Geschichte passt und ebenfalls sehr schön zu lesen ist. Die Idee hat mir wirklich gut gefallen, vor allem weil man immer wieder Parallelen zwischen der Ballade und der Geschichte finden konnte.

Vom Schreibstil her ist Meg Cabot sicherlich kein Jahrhunderttalent, allerdings ist "Die Tochter von Avalon" wirklich angenehm zu lesen. Es ist im Grunde die perfekte Sommerlektüre: locker und leicht, ohne viele, blumige Umschreibungen, aber durchaus mit einem gewissen Humor. Man merkt dem Schreibstil ohne Frage an, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, aber das soll keinesfalls negativ gemeint sein, da es gut zu der Geschichte passt.



"Die Tochter von Avalon" war mein erstes Buch von Meg Cabot und es war keinesfalls eine Enttäuschung, aber leider konnte es mich auch nicht sprachlos zurücklassen. Stattdessen stellt sich mir vielmehr die Frage, wieso die Autorin im Ausland so erfolgreich ist. Alles in einem lässt sich sagen, dass die Geschichte um Ellie und Will wirklich vielversprechend ist. Der Grundgedanke gefällt mir sogar ausgesprochen gut und war der Grund warum ich zu dem Buch gegriffen hab. Aber leider setzt Meg Cabot die klasse Idee auf sehr zweifelhafte Art und Weise um, wodurch am Ende ein Roman entstanden ist, der zwar in allen Punkten viel Potential hat, aber dies nirgendwo ganz ausschöpfen kann. Die Charaktere bleiben zu farblos und der Geschichte fehlt es an Tiefe. Dies hört sich nun wahrscheinlich schlimmer an, als es eigentlich ist. "Die Tochter von Avalon" konnte mich durchaus unterhalten und wer seichte Urlaubslektüre sucht ist mit dem Buch sicherlich gut beraten. Ein Highlight war es für mich jedoch nicht und ich finde es wirklich schade, dass so eine tolle Idee nicht besser umgesetzt werden konnte.


Als alles vorüber war, brachte sie ihn heim.
Nach Avalon.



FAZIT
König Artus und die Tafelrunde meets High-School Drama. Eine unterhaltsame Neuerzählung der bekannten Saga, aber keinesfalls ein Muss für Fans!

NOTE
5 / 9 Punkten

Dienstag, 10. Juli 2012

Bloggeraktion vom Arena Verlag: Wenn es dunkel wird


"Wenn es dunkel wird" von Manuela Martini erscheint diesen Monat im Arena Verlag. Dafür hat sich das Presseteam eine besondere Bloggeraktion ausgedacht, bei der 32 Blogger jeweils die Hälfte eines Satzes bekommen und daraufhin ihren Partner finden müssen.



Meine Satzhälfte ist das Ende und lautet so:
dich gegen Träume zu wehren?


Da der Brief zum Haus meiner Eltern ging und ich während des Semesters nicht so oft da bin, habe ich nicht sofort etwas von der Aktion mitbekommen, aber ich hoffe natürlich dass ich meinen Partner noch finde.


Wer gern mehr über das Buch erfahren möchte, dem möchte ich die Inhaltsangabe natürlich nicht vorenthalten:
Melody und ihre Freunde wollen einfach einen entspannten Sommer an der südfranzösischen Küste verbringen. Die alte Villa scheint dafür wie geschaffen. Doch über den vier Jugendlichen braut sich etwas zusammen, rätselhafte Ereignisse und seltsame Zufälle häufen sich. Die Spannung zwischen den Freunden wächst - bis es zur unausweichlichen Katastrophe kommt. Melody weiß: Was wirklich geschehen ist, darf niemand je erfahren ...