Donnerstag, 22. März 2012

Bloggeraktion: Von der Nacht verzaubert

Von der Nacht verzaubert von Amy Plum erscheint nächsten Monat im Loewe Verlag und gehört zu den Neuerscheinungen, die ich am sehnsüchtigsten erwarte. Deshalb möchte ich euch heute gerne das Buch vorstellen und euch auf eine großartige Aktion vom Verlag aufmerksam machen.


Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern – bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben – nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.


Nachdem ich gelesen habe, worum es in dem Buch geht, war ich mein Interesse geweckt und ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht nur mir so geht. Mich begeistert es zudem unheimlich, dass der Roman in Paris spielt. Seit ich zum ersten Mal in der französischen Hauptstadt war, bin ich in die Stadt verliebt und freue mich besonders wenn ein Buch in dieser großartigen Stadt spielt. Das Cover spiegelt den verspielten Charme von Paris ebenfalls perfekt wieder und muss einfach als Eyecatcher bezeichnet werden.


Wer mehr über Von der Nacht verzaubert erfahren möchte, dem lege ich die Internetseite zu dem Buch http://www.amyplum.de/ ans Herz. Dort findet ihr Informationen zu dem Buch und der Autorin. Zudem könnt ihr euch die Schauplätze in Paris anschauen und noch einige Extras bestaunen. Außerdem findet ihr den Buchtrailer auf der Seite, den ich euch hier gerne noch mal zeigen möchte:






Alle Blogger haben nun zudem die Möglichkeit 1 von 10 Rezensionsexemplaren zu gewinnen! Alles was ihr dafür tun müsst, ist bis zum 25. März das Buch – samt Website und Trailer – auf eurem Blog vorzustellen. Den Link schickt ihr dann an facebook@loewe-verlag.de und müsst dann nur auf ein wenig Glück hoffen. Mehr informationen findet ihr hier auf der Facebook Seite vom Loewe Verlag. Allen Bloggern, die ebenfalls mitmachen wünsche ich natürlich viel Erfolg!

Montag, 19. März 2012

Rezension: Verflucht - Strange Angels von Lili St. Crow


Verflucht
- Strange Angels
Lili St. Crow


Verlag: Pan
Seiten: 380
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-426-28345-5



Aber dann begriff ich, was er meinte. Es entlockte mir sogar ein halb schmerzliches Lächeln, und das letzte bisschen Gänsehaut wich wohliger Wärme.
"Kein Problem, Dru. Das erste Mal ist gratis."


Auf den ersten Blick erscheint Dru Anderson wie ein gewöhnliches Mädchen. Doch an ihr und ihrem Leben ist rein gar nichts normal. Zusammen mit ihrem Vater zieht sie von Stadt zu Stadt und ist dabei auf der Jagd nach paranormalen Wesen, von deren Existenz die meisten Menschen nicht einmal etwas ahnen. Doch in der neuen Stadt ist alles anders. Ihr Vater nimmt sie nicht mehr mit und weigert sich seiner Tochter Informationen darüber zu geben was für ein Wesen er jagt. Als er eines Tages nicht von der Jagd zurück kommt weiß Dru, dass etwas nicht stimmt. Doch selbst ihre schlimmsten Erwartungen werden von der Realität in den Schatten gestellt: ihr Vater wurde ermordet und als Zombie auf Dru gehetzt, um diese zu töten.

Fortan ist Dru auf der Flucht, ohne zu wissen wer ihr nach dem Leben trachtet. Ihr wird schnell klar, dass ihre Feinde vor nichts zurückschrecken. Unerwartete Hilfe bekommt sie von Graves, einem Jungen aus ihrer Schule, hinter dessen düsteren Fassade wesentlich mehr steckt, als man auf dem ersten Blick vermutet. Das Schicksal verknüpft die Wege der beiden, die gemeinsam herauszufinden versuchen, wer den Vater von Dru ermordet hat und nun die schrecklichsten Wesen auf die Jagd nach ihr schickt. Doch die beiden müssen herausfinden, dass sie der Wahrheit kaum gewachsen sind und auf der Suche nach Antworten muss Dru herausfinden, dass ihr gesamtes Leben auf einer Lüge aufbaut ist.




Nachdem ich mir die Inhaltsangabe zu "Verflucht" durchgelesen habe, konnte ich selber nicht sagen, ob das Buch wirklich etwas für mich wäre oder ob es vielleicht zu düster für meine Verhältnisse ausfallen würde. Glücklicherweise hat es mich dann doch so sehr gereizt, dass ich der Reihe eine Chance gegeben habe und meine Zweifel haben sich als unbegründet herausgestellt. Mich konnte der erste Teil der "Strange Angels" Reihe von der ersten Seite an wunderbar unterhalten. Es lässt sich jedoch nicht abstreiten, dass das Buch nicht nur sehr actionreich, sondern stellenweise auch relativ blutig ist. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und beschreibt das Leben der jungen Jägerin sehr realistisch. Dru ist keine perfekte Heldin, die immer gut aussieht, was eindeutig mal was anderes ist und mich überzeugen konnte. "Verflucht" hat sicherlich seine Schwachstellen und ich würde nicht sagen, dass man den Auftaktband auf keinen Fall verpassen sollte, aber das Buch bietet Spannung, Action und Humor.



"Verflucht" lebt von der Spannung und Action, was auf jeder einzelnen Seite deutlich wird. Bereits im ersten Kapitel merkt der Leser, dass ihn keine fröhliche Geschichte erwartet. Lili St. Crow zögert nicht gleich am Anfang zu schocken und als plötzlich der Vater von Dru als Zombie in der Wohnung auftaucht und gegen seine Tochter kämpft, fragt man sich einen Moment lang was einen wohl als nächstes erwarten wird. Doch die Geschichte verliert danach keinesfalls an Tempo. Vielmehr geht es von einem verzweifelten, blutigen Kampf in den nächsten, was mich nach einiger Zeit ein wenig gestört hat. Im Grunde lässt sich die Handlung des ersten Teils der "Strange Angels" Reihe zusammen fassen, indem man sagt, dass Dru und teilweise auch Graves kämpfen müssen, danach auf der Flucht sind und sich erholen und danach alles wieder von vorne los geht. Das mag für einige sicherlich kein Kritikpunkt sein, aber mich hat es ein wenig gestört, weil die Handlung dadurch recht vorhersehbar war. Nach einem ruhigen Kapitel wusste ich immer, dass gleich wieder ein Feind auftauchen würde und so blieb der Überraschungsmoment aus.

Hinsichtlich der ruhigen Momente hat es mir besonders die Freundschaft zwischen Dru und Graves angetan, die sich langsam und dadurch sehr glaubwürdig entwickelt. Zunächst sind die beiden Fremden, die das Schicksal zusammengeführt hat, weil sie trotz unterschiedlicher Lebensweisen gar nicht so unterschiedlich sind. Ich fand es schön mitzuerleben, wie Dru langsam Vertrauen zu dem Jungen aufbaut und sich eine starke Loyalität zwischen ihnen entwickelt. Gestört hat mich lediglich das Graves trotz allem ein wenig blass blieb. Es hätte der Geschichte vielleicht gut getan, wenn man auch mal ein Kapitel aus seiner Sicht erlebt hätte. Dru steht als Erzählerin so deutlich im Mittelpunkt, dass man gelegentlich das Gefühl hat, dass die Autorin dabei ihre anderen Charaktere einfach vergisst. Der Plot rund um Graves hat mir jedoch wieder gut gefallen, da es unerwartet kam. Jedoch muss ich auch hier sagen, dass das für mich zu schnell abgehandelt wurde und ich es zu leicht fand, dass Graves sein Schicksal direkt akzeptiert.

Eine willkommene Abwechslung war das auftauchen von Christophe, der neue Wind in die Geschichte gebracht hat. Zunächst geht es dem Leser wie Dru und man weiß nicht wer der geheimnisvolle Junge ist und welche Rolle er in der Geschichte spielt. Ich fand es gut, dass er viele Antworten mit sich gebracht hat und der Handlung somit eine überraschende Wendung eingebracht hat. Plötzlich steht alles in einem anderen Licht da und es stellt sich heraus, dass Dru im Grunde gar nichts über sich und die Welt gegen die sie kämpft weiß. Ich hoffe die Autorin nimmt sich im zweiten Teil der "Strange Angels" Reihe Zeit, um mehr auf all das einzugehen.

Zum Ende der Geschichte kommt es noch mal zu einem finalen Kampf, der mich aber nicht wirklich überzeugen konnte. Trotzdem fand ich es schön, dass der Leser endlich den Drahtzieher von all dem Bösen kennenlernen konnte. Ich bin gespannt mehr über den Gegenspieler von Dru zu erfahren, da man bisher nur wenig über ihn erfahren hat. Das letzte Kapitel hat einem bereits einen Hinweis gegeben in welche Richtung sich die Geschichte weiterentwickeln wird und konnte mich auf jeden Fall neugierig machen. Ich hoffe zudem sehr auf ein Wiedersehen mit Cory und liege hoffentlich richtig in der Annahme, dass er noch eine etwas größere Rolle einnehmen wird.



Dru Anderson entspricht nicht gerade der typischen Heldin, aber gerade das hebt sie von anderen Protagonisten ab. Ich mag es nicht, wenn die Hauptfigur in wirklich jeder Situation aussieht wie ein Model, alles perfekt kann und dadurch absolut makellos erscheint. Das war in "Verflucht" nicht der Fall und so überzeugt Lili St. Crow den Leser mit einer authentischen und sehr menschlichen Heldin. Obwohl Dru damit wirklich bei mir punkten konnte, würde ich sie nicht als einen meiner absoluten Lieblingscharaktere bezeichnen, da ich alles in einem doch Schwierigkeiten hatte eine Bindung zu ihr aufzubauen. Zwar hab ich ihr Abenteuer gespannt verfolgt, aber ich konnte nicht unbedingt immer viel Mitgefühl für sie aufbringen. Was mich an Dru wirklich gestört hat war, dass sie sich stellenweise wie ein kleines Kind aufgeführt hat, immer Recht haben musste und naives Verhalten an den Tag gelegt hat, was überhaupt nicht zu ihr gepasst hat. Bisher stehe ich ihr mit gemischten Gefühlen gegenüber und ich bin gespannt auf ihre Entwicklung im zweiten Teil.

Ebenfalls sehr wichtig für die Geschichte ist Graves, der unscheinbare Junge aus Dru's Geschichtskurs. Zunächst rechnet man gar nicht damit, dass gerade er zu einer Hauptfigur wird und ähnlich wie Dru entspricht er nicht gerade dem was man erwarten würde. Er ist ein Einzelgänger, der sich gerne düster kleidet und zum Erstaunen aller Matheprofessor werden will. Dies ist jedoch längst nicht die einzige Überraschung die Graves für den Leser bereit hält. Man entdeckt immer wieder neue Facetten an ihm und ich muss zugeben, dass er mir wirklich ans Herz gewachsen ist. Vorallem sein Lieblingsspruch hat mich immer wieder zum lachen gebracht. Graves ist sehr loyal und steht Dru mutig zur Seite. Obwohl er sich in einer vollkommen neuen Welt wiederfindet, in der er ungeahnten Mächten gegenüber steht, zögert er nicht Dru zu helfen, selbst wenn sein eigenes Leben dabei in Gefahr ist. Die beiden ergeben ein zauberhaftes Duo, deren Freundschaft Lili St. Crow gelungen dargestellt hat.

Christophe kommt in "Verflucht" leider noch nicht so oft vor, aber es wird bereits deutlich, dass die Autorin für ihn eine größere Rolle vorgesehen hat. Man erfährt zunächst nicht wirklich viel und weiß anfangs nicht einmal was für ein Wesen er ist und auf welcher Seite er steht. Wenn gleich es darauf zwar einige Antworten gibt, bleibt seine Vergangenheit doch ein einziges Rätsel und so wirklich einschätzen kann man ihn noch nicht. Ich bin sehr gespannt darauf mehr über ihn zu erfahren und hoffe wirklich, dass er in "Verraten" öfter vorkommt und einige meiner Fragen geklärt werden. Trotzdem lässt sich bereits sagen, dass er mich von allen Charakteren bisher am meisten fasziniert hat.

Davon abgesehen gibt es nicht wirklich viele Charaktere, da sich Lili St. Crow in "Verflucht" zunächst nur auf die drei Hauptcharaktere konzentriert. Erwähnen muss ich jedoch noch kurz den Vater von Dru. Obwohl dieser wirklich nur einen kleinen Gastauftritt hat, ist er mir richtig ans Herz gewachsen, nicht zuletzt weil Dru immer wieder seine Stimme hört, die ihr Anweisungen gibt, wodurch er die ganze Zeit präsent ist. Ich finde es sehr schade, dass der Leser ihn nicht näher kennenlernen konnte und wünsche mir, dass man in den nächsten Büchern wenigstens mehr über seine Vergangenheit erfährt.



Wenn man über "Verraten" spricht, dann muss man einfach zwangsläufig auch auf das Cover zu sprechen kommen. Obwohl ich mittlerweile eigentlich genug davon habe, dass mir von jedem Buchcover das Gesicht eines Mädchens entgegen springt, muss ich zugeben, dass es mir die Umschlagsgestaltung von "Verraten" wirklich angetan hat. Es sieht einfach wunderschön und richtig verträumt aus. Doch gerade dafür muss es – wenn man das Cover mit der Handlung in Verbindung bringt – eigentlich einen kleinen Minuspunkt geben. Denn es passt einfach überhaupt nicht zu dem was im Buch passiert. Hält man das Buch in Händen erwartet man eine süße und verträumte Geschichte, allerdings erwartet einen dann das genaue Gegenteil. Das Cover weckt falsche Erwartungen und spricht vielleicht auch die falsche Zielgruppe an.



"Verflucht" ist gelungen und spannend, wobei man jedoch eindeutig bemerkt, dass es sich um einen Auftaktband handelt. Der Leser findet sich langsam in der Geschichte zurecht, allerdings dauert es eine ganze Weile bis man mehr erfährt und erst zum Ende hin wird deutlich worum es in dem Buch wirklich geht und was es mit der Vergangenheit von Dru auf sich hat. Dadurch kann es erst im zweiten Teil der "Strange Angels" Reihe wirklich losgehen. Volle Punktzahl kann ich "Verflucht" leider nicht geben, da es doch immer wieder Kleinigkeiten gab, die mir aufgefallen sind und mich ein wenig gestört haben. Trotzdem konnte Lili St. Crow mich von der ersten Seite an fesseln und ich hatte Spaß das Abenteuer von Dru und Graves zu verfolgen, sodass die negativen Aspekte nicht weiter ins Gewicht gefallen sind. Ich würde die Reihe allen Lesern empfehlen, die Spaß an Urban Fantasy haben. Meiner Meinung nach sind einige Dinge verbesserungsfähig und ich hoffe sehr, dass die Fortsetzungen den ersten Teil übertreffen können. Ich bleibe den "Strange Angels" auf jeden Fall treu und freue mich auf "Verraten".

Mir war egal, dass es meinem Arm, meinen Rippen, meinem Nacken und so ziemlich jedem anderen Teil von mir weh tat, ihn zu drücken. Am meisten schmerzte sowieso mein Herz.
Wenn man komplett am Ende war, blieb doch nur das zu tun, oder? Sich an dem festzuhalten, was man hatte.
Richtig festzuhalten.


FAZIT
Spannend, düster und unterhaltsam! "Verflucht" kann trotz kleiner Schwachstellen überzeugen und macht neugierig auf die Fortsetzung.

NOTE
5 / 9 Punkten



Vielen Dank an den Pan Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Freitag, 16. März 2012

Bloggeraktion: Finding Sky

Finding Sky – Die Macht der Seelen von Joss Stirling erscheint im Mai 2012 bei dtv. Doch bereits jetzt hat sich der Verlag eine tolle Aktion für alle Blogger ausgedacht. Bevor ich euch diese jedoch vorstelle will ich erstmal zum Inhalt kommen:


Wie es sich anfühlt, die Außenseiterin zu sein, die Fremde, weiß Sky Bright nur allzu gut. Mit gemischten Gefühlen kommt sie nach ihrem Umzug in die neue Schule. Doch an der Wrickenridge High wird sie unerwartet herzlich aufgenommen und findet schneller Anschluss als gedacht. Nur einer bleibt unnahbar: Zed Benedict, der mit seiner mysteriös-coolen Ausstrahlung und seinem Zorn Lehrer wie Mitschüler gleichermaßen einschüchtert. Auch Sky. Trotzdem geht ihr der attraktive Junge nicht mehr aus dem Sinn. Und dann hört sie seine Stimme - direkt in ihrem Kopf ...


Nun haben einige Blogger die Möglichkeit bereits vor dem offiziellen Erscheinungstermin ein Exemplar von "Finding Sky" zu gewinnen. Dafür müsst ihr lediglich das Buch inkl. Cover auf eurem Blog vorstellen und den Link an gewinnspiel@dtv.de schicken. Insgesamt werden 30 Exemplare verlost.

Wen das Cover und die Inhaltsangabe ebenso neugierig gemacht hat wie mich hat bis zum 30. März Zeit bei der Aktion mitzumachen.

Samstag, 3. März 2012

Rezension: Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter von Christopher Paolini


ERAGON
- Das Vermächtnis der Drachenreiter
Christopher Paolini


Verlag: CBJ
Seiten: 597
Preis: 19, 90 Euro
ISBN: 978-3-570-12803-9



"Komm nicht von deinem Weg ab, denn du bist einer der wenigen, die wirklich die Freiheit besitzen, ihr Schicksal zu wählen. Diese Freiheit ist ein Geschenk, aber sie birgt auch eine Verantwortung, die bindender ist als eine eiserne Ketten."


Alagaesia – Eragon wächst bei seinem Onkel Garrow und seinem Cousin Roran in einem kleinen Dorf namens Carvahall auf, in dem man wenig von der Welt außerhalb mitbekommt. Als sich Eragon zur Jagd tief in den Wald begibt, macht er einen Fund, der sein Leben für immer verändern soll. Er findet einen glänzenden blauen Stein, den er mit nach Hause nimmt. Plötzlich rührt sich der Stein und aus ihm entschlüpft ein kleines Drachenjunge.

Eragon ist dazu bestimmt das Erbe der legendären Drachenreiter anzutreten, doch der Weg dorthin ist schwer. Unterstützung erhält er von dem Geschichtenerzähler Brom, der eine geheimnisvolle Vergangenheit hütet und es sich zur Aufgabe gemacht hat Eragon darauf vorzubereiten den Mächten entgegenzutreten, die ihn allesamt auf ihre Seiten ziehen wollen. Bevor sich Eragon versieht, befindet er sich gemeinsam mit Brom auf der Flucht vor den Verbündeten des Königs Galbatorix. Dieser führte einst den Untergang der Drachenreiter herbei und fürchtet nun nichts mehr, als dass sich Eragon auf die Seite seiner Feinde stellen wird.




Ich habe "Eragon – Der Vermächtnis der Drachenreiter" bereits kurz nachdem es in Deutschland erschienen ist gelesen und war damals unglaublich begeistert. Nun war es – nicht zuletzt, weil endlich der letzte Teil erschienen ist – an der Zeit das Buch noch einmal in die Hand zu nehmen und natürlich war ich extrem gespannt, ob mir das Abenteuer von Eragon, dem jungen Drachenreiter, noch immer so gut gefallen würde. Der erste Band der Reihe rund um Eragon und seine Abenteuer ist ein echter Wälzer, doch fliegen die Seiten beim lesen nur so dahin. Christopher Paolini hat ausgesprochen sympathische Charaktere erschaffen, die einem sehr schnell ans Herz wachsen und das Buch zu einem besonderen Vergnügen machen. Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich und fantasievoll, wobei sie sowohl für jüngere, als auch für ältere Leser gleichermaßen geeignet ist.



Schon auf den ersten Blick fällt auf das "Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter" ein richtig dicker Wälzer ist. Doch glücklicherweise schafft es Christopher Paolini die Spannung aufrecht zu erhalten, sodass die Seiten nur so dahin fliegen. Die Handlung beginnt in einem kleinen Dorf, wo man wenig von den Ereignissen außerhalb mitbekommt und der Titelheld abgeschieden aufwächst. Dies ist sicherlich ein beliebtes Element in High Fantasy Romanen, doch mich hat es nicht wirklich gestört. Zunächst lernt man die wichtigsten Charaktere kennen und der Spannungsbogen baut sich langsam auf. Besonders gut gefallen hat mir hier bereits die Rolle von Brom, dem Geschichtenerzähler, der später noch eine wesentlich größere Rolle einnimmt, als man zu dem Zeitpunkt ahnt. Durch ihn erfährt man mehr über die Welt und Vorgeschichte von Alagaesia und hört zudem zum ersten Mal über die Drachenreiter.

Nach einer ausführlichen Einleitung geht es jedoch alles sehr schnell und ehe man sich als Leser versieht steckt man plötzlich mitten drin im Abenteuer. Man begleitet Eragon und seine Verbündeten auf der Flucht vor gefährlichen Verfolgern und kommt dabei kaum zur Ruhe. Ähnlich wie Eragon weiß man zunächst kaum etwas darüber was in Alagaesia vor sich geht und so ist es ein spannender Prozess gemeinsam mit dem Helden der Geschichte mehr über Drachen, Magie und politische Konflikte zu erfahren. Die Flucht und anschließende Suche nach den Varden nimmt fast den kompletten Teil des ersten Buchs ein und wenngleich dies für einige sicherlich zu lang gezogen ist, kann ich daran nichts aussetzen. Man lernt sehr viel über Alagaesia und bereist unterschiedliche Orten, wo Eragon neue Herausforderungen erwarten.

Immer wieder merkt man, dass sich Christopher Paolini viele Gedanken über seine erschaffene Welt gemacht hat, wodurch diese erst richtig lebendig wird. Ich habe mich sehr wohl in Alagaesia gefühlt und finde, dass der erste Teil der Reihe deutliches Potential zeigt. Selbstverständlich lässt die Action nicht zu wünschen übrig und man findet sich vor allem zum Schluss in immer gefährlichen Situationen wieder. Man merkt jedoch jetzt schon, dass sich Christopher Paolini keinesfalls auf Kampfszenen konzentrieren will, sondern auch einen großen Wert auf politische Intrigen legt, auf die man in "Das Vermächtnis der Drachenreiter" bereits einen ersten Blick werfen kann. Für die Romantiker deutet sich zunächst schon die erste zarte Liebesbeziehung an, von der abzuwarten bleibt, wie sie sich entwickelt. Alles in einem hat der erste Teil der "Eragon" Reihe alles was ein guter Fantasy Roman für junge und alte Leser benötigt. Wenngleich sich durchaus kleine Schwächen erkennen lassen, ist das Buch ein wahrer Lesegenuss und ein vielversprechender Auftakt. Es bleibt abzuwarten in welche Richtung sich Eragons Abenteuer weiterentwickelt. Ich werde jedoch auf jeden Fall dran bleiben.



Der Titelheld der Reihe, Eragon, macht in dem ersten Buch eine sehr große Entwicklung durch. Er ist zunächst lediglich ein einfacher Bauernjunge, allerdings ist er zu wesentlich mehr bestimmt. Von Anfang an lernt man ihn als sehr willensstarken und gerechten Menschen kennen, der deutlich zwischen gut und böse unterscheidet. Durch seine Reise durch Alagaesia wird er wesentlich reifer, als die meisten anderen Jungen in seinem Alter. Dies ist jedoch auch nötig, da er lernen muss sich jenen zu widersetzen, die ihn für ihre Zwecke ausnutzen wollen. Eragon ist durchaus ein sehr sympathischer Held, aber wie bei vielen männlichen Hauptcharakteren ist mir auch hier aufgefallen, dass er mich nicht vollständig von sich überzeugen könnte. Ich mag den jungen Helden, den Christopher Paolini erschaffen hat, aber ich könnte auf der Stelle mehrere Charaktere aufzählen, die mir wesentlich besser gefallen haben. Das liegt sicherlich auch daran, dass Eragon momentan noch einige Ecken und Kanten fehlen, die mir immer sehr wichtig sind.

Mein Liebling der Geschichte ist ganz eindeutig Murtagh. Er taucht vollkommen unvermittelt auf und ist mysteriöser als die restlichen Charaktere. Man merkt, dass er viele Geheimnisse hütet und über seine Vergangenheit hat man auch am Ende des ersten Teils noch längst nicht genug erfahren. Murtagh ist zunächst eher zurückhaltend, aber man merkt, dass er sich während der Reise immer mehr öffnet. Ich bin sehr gespannt darauf was sich Christopher Paolini für die Zukunft von Murtagh ausgedacht hat und freue mich bereits darauf mehr über den verschlossenen jungen Mann zu erfahren. Ebenfalls sehr sympathisch ist Roran, der Cousin von Eragon. Man lernt ihn als sehr lebensfrohen und ehrlichen Mensch kennen. Leider erfährt man fürs erste jedoch wenig über ihn, da er nur am Anfang einen kurzen Auftritt hat. Sehr vielversprechend erscheint auch die Liebesgeschichte zu Katrina. Ich freue mich schon darauf mehr von den beiden zu lesen und hoffe, dass ihnen Christopher Paolini mehr Aufmerksamkeit schenkt.

Brom, der Mentor von Eragon, ist ein besonders gelungener Charakter, der die anderen ohne viel Mühe in den Schatten stellt. Er zeigt im Verlauf der Handlung viele unterschiedliche Facetten und verbirgt eine faszinierende Vergangenheit, über die der Leser erst nach und nach mehr erfährt. Der heimliche Star der Reihe ist ohne Zweifel Saphira, der Drache von Eragon. Saphira wirkt stellenweise sehr menschlich, wodurch man sie besonders ins Herz schließt. Sie ist sehr liebenswert und immer besorgt um das Wohlergehen ihres Reiters. Eragon und Saphira ergeben ein großartiges Duo und man merkt direkt, dass die beiden ein Herz und eine Seele sind. Über Arya, die hübsche Elfe, erfährt man im ersten Teil der Drachenreiter Saga, noch nicht sonderlich viel, wodurch es mir momentan auch noch schwer fällt zu sagen, ob ich sie mag oder ihr eher neutral gegenüberstehe. Allgemein hat Christopher Paolini sehr vielversprechende Charaktere erschaffen und in den weiteren Teilen wird sich zeigen, ob er ihr Potential ausschöpfen kann oder weiterhin nur an der Oberfläche kratzt.



"Das Vermächtnis der Drachenreiter" ist ohne Frage ein Eyecatcher. Das vollkommen in blau gehaltene Cover, mit dem großen Abbild von Saphira muss einem einfach ins Auge fallen und bekommt daher schon mal einen großen Pluspunkt. Doch nicht nur von außen kann das Buch begeistern. Im Inneren findet sich eine recht detaillierte Landkarte, die für mich im Bereich Fantasy einfach ein absolutes Muss ist. Ich hab gerne ein Bild der jeweiligen Welt vor Augen und mag es wenn ich nachschauen kann, wo sich mein Held gerade befindet und wohin er unterwegs ist. Zusätzlich befindet sich am Ende von dem Buch noch ein ausführlicher Anhang, der dem Leser einen Einblick in die Sprachen von Alagaesia gewährt. Auf all so was kann man sicherlich verzichte, aber mir persönlich fehlt es einfach immer wenn ein Fantasy Roman keine Karten oder Anhänge vorzeigen kann.



Christopher Paolini hat mit "Das Vermächtnis der Drachenreiter" einen sehr vielversprechenden Auftaktroman vorgelegt, der den Leser in seinen Bann zieht und perfekte Unterhaltung bietet. Man findet sich in einer Welt voller Magie, fantastischer Wesen und gefährlicher Abenteuern wieder, die man nur ungern verlässt. Die Charaktere sind sehr vielfältig, sodass jeder einen passenden Liebling findet, mit dem man mitfiebert. Sicherlich könnten einige Charaktere noch etwas mehr Tiefe vertragen und ich hoffe daher, dass sich der Autor in den folgenden Bänden ein weniger mehr darauf konzentriert. Die politischen und persönlichen Konflikte nehmen einen großen Teil der Handlung ein und man merkt bereits, dass Christopher Paolini noch viel für den Leser bereit hält. Wenn man bedenkt in welchem Alter der junge Autor sein Debüt verfasst hat, kann man nur den Hut ziehen. Meine Lieblinge habe ich schon längst gefunden und so bleibt abzuwarten in welche Richtung sie sich entwickeln werden. Ich bin sehr gespannt welche Abenteuer Eragon und seine Verbündeten noch erwarten und freue mich auf die Fortsetzungen. Zu empfehlen ist der Auftaktroman sowohl jüngeren, als auch älteren Lesern, die Freude an einem guten High Fantasy Roman haben.

"Riesige dolchartige Scherben stürzten auf den fernen Boden zu, die meisten davon dicht an der Wand. In der Mitte der Kammer stieß Saphira kopfüber in die Tiefe. Aus ihrem weit aufgerissenen Maul schoss eine gewaltige hellgelbe, mit einer Spur Blau durchsetzte Flammenzunge. Auf ihrem Rücken saß Arya mit hoch erhobenem Arm. Ihr Haar wehte im Flugwind und ihre Handfläche schimmerte in magischem Grün."


FAZIT
Ein wundervolles Buch voller Magie, Geheimnisse und Abenteuer. Der erste Teil über den jungen Drachenreiter Eragon eignet sich für jung und alt und macht neugierig auf die Fortsetzungen.

NOTE
7 / 9 Punkten